Humberstone ist eine alte, verlassene Minenstadt und seit einigen Jahren auch Weltkulturerbe. Frueher wurde hier Iod und Salpeter gefoerdert, doch heute wohnt wirklich keiner mehr in den verfallenen Haeusern mitten in der Wueste.
Am Abend dann sind wir noch zusammen mit einem Schweizer und ein paar Chilenen zu einem Reggae-Konzert in der Universitaets-Sporthalle gegangen (zum bersten voll..mit einer Marihuanawolke dass man schon vom atmen high wird..). War cool und wir sind bis etwa 7 in der Frueh unterwegs gewesen. Den naechsten Tag kann man sich daher dementsprechend vorstellen ;)
Als ich dann in Arica angekommen bin hab ich mich gleich von Beginn an wohlgefuehlt. Arica hat eine extrem angenehme Atmosphaere, die Leute sind ein Wahnsinn (Autos stoppen sogar wenn man ueber die Strasse geht!!!) und das Hostel in dem ich gelandet bin ist einfach super!!
Am naechsten Tag hab ich mich gleich einerSchweizerin un einer Deutschen angeschlossen und wir sind gemeinsam Kaffeetrinken und shoppen gegangen, bzw haben danach ein collectivo (wie Taxi, nur billiger) zu einem Museum ausserhalb der Stadt genommen. In dem Museum konnte man den Beginn der Indio-Kultur hier in diesem Tal verfolgen und es wurden einige der hier gefundenen Mumien ausgestellt. Diese Mumien wurden wir auch in Aegypten teilweise aufwaendigst praepariert und beerdigt! Den Toten wurde die Organe entnommen, die Haut entfernt, alles Gewebe und Muskeln entnommen und durch Holz und Pflanzenfasern ersetzt und dann die Haut wieder druebergelegt und angemalt. Warum das Gewebe entfernt wurde ist nicht klar, weil andere Mumien, ebenfalls extrem gut erhalten, nur mit Schlamm eingewickelt und somit konserviert wurden. Wie auch immer, hat mir jedenfalls echt getaugt ein wenig mehr ueber die Ureinwohner von hier zu erfahren. Weiter gings dann in eine Art Gaertnerei am Strassenrand, mit unglaublich vieen verschiedenen tropischen Pflanzenarten und Fruechten.
Einen Friedhof haben wir auf Anraten unserer Hostelmama auch besucht, viele kleine Haeuschen, alles bunt und lustig, voll schoen!
Wir sind aber nicht lange geblieben weil wir noch zu einem "Santuario del colibri" wollten. Das ist im grossen und ganzen eine kleine Hippie-Farm, die von einer unglaublich netten Frau gemanaged wird. Maria-Teresa hat uns durch ihren Garten Eden gefuehrt, ein Gewirr von den verschiedensten Baeumen und Straeuchern, wo zwischendurch mal ein Kolibri, Gaense, ein Llama oder Froesche hervorgeguckt haben! Wir wurden dann noch mit Maracuja und Guave bedient und durften uns in ihrem Gaestebuch verewigen :)
Vollbepackt mit unseren Mangos haben wir dann auf ein collectivo zurueck gewartet, und da kein freies vorbeikam wurden wir nach einer Weile, als es schon finster wurde, von einem extrem netten Paerchen per Anhalter mitgenommen und haben den Abend im Hostel bei gutem Essen und Wein ausklingen lassen!
Heut ist wieder ein absolut fauler Tag, bald gehen wir an den Strand und dann zum Hafen, wo wir uns die Baeuche mit leckerem Fisch vollschlagen werden :)
Morgen oder uebermorgen werd ich dann mit der Schweizerin, Manuela, und einem Belgier nach Putre weiterfahren. Das ist ein Nationalpark an der Grenze zu Bolivien bzw Peru, liegt auf etwa 3500m und hat wunderschoene Wanderstrecken wenn man den Reisefuehrern Glauben schenken darf :) Mal schaun!
Besitos nach Hause
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